Aktuelles
75 Jahre VFS – Tagung und Exkursion | Herrenberg | 14.-15.10. 2026
Im Jahr 2026 ist der VFS 75 Jahre alt. Das feiern wir gemeinsam im Rahmen einer Mitgliederversammlung, einer Tagung und einer Exkursion im Raum Herrenberg.
Am 14.10.26 kehren wir „zu den Wurzeln“ des VFS zurück, indem wir uns mit dem eigentlichen Wurzelraum beschäftigen – auch für die Standortskartierung ist dies noch ein Raum mit (Wissens-) lücken. Am 15. 10. begeben wir uns gemeinsam in der Wälder rund um Herrenberg. Standortskunde und Waldbau spielen hier – wie immer bei VFS-Exkursionen – eine zentrale Rolle. Aber auch die naturschutzfachlich immer stärker in den Blick kommende Bewirtschaftung von Wäldern als Waldweide werden wir gemeinsam in Herrenberg besichtigen.
Folgender Ablauf ist geplant:
14. Oktober 2026. 10:30 – 17:15. Mitgliederversammlung und Festveranstaltung
Alte Turnhalle. Herrenberg
10:00 – 12:30
VFS-Mitgliederversammlung
14:00 – 17:30 Vorträge und Grußworte
1 Die Mykhorriza unserer Waldbäume – Funktion und Bedeutung in Zeiten des Klimawandels (Prof. Dr. Karin Pritsch, TU München)
2 Humus als Lebensraum – Relevanz für Wasser- und Nährstoffversorgung der Bäume (Prof. Dr. Friederike Lang, Uni Freiburg)
3 Schlüsselkompetenz Standortskunde – aber wie? Weiterentwicklung und Sicherung des standortskundlichen Wissens in bewegten Zeiten. (Sebastian Peters, FVA Freiburg)
4 Grußworte
Ab 18:00
Geselliger Austausch bei Speisen und Getränken
15. Oktober 2026. 10:00 – 17:00. Exkursion
Wälder um Herrenberg
WaldWeide – Grenzgänge zwischen Wald – Kultur – Natur
Standort – Waldbau – Ökologie – Ökonomie (Frieder Wickel und Winfried Seitz, UFB Herrenberg)
Für beide Tage wird hier demnächst die Anmeldung freigeschaltet.
Exkursion zu Ehren von Hans-Gerd Michiels | Sipplinger Berg | 31.07.2026
Ende Juni 2026 wird der langjährige Leiter des Arbeitsbereiches Standortskartierung an der FVA Baden-Württemberg, Dr. Hans-Gerd Michiels, in seinen wohlverdienten Ruhestand gehen.
Zu Ehren von Hans-Gerd Michiels führt der VFS rund um den Sipplinger Berg (Wuchsbezirks 7/05 Westliches Bodenseegebiet) eine vielfältige standortskundliche Exkursion durch. Alpen und Alpenvorland waren und sind eine der Lieblingsregionen von Hans-Gerd Michiels. Hier begann seine berufliche Sozialisierung und hier soll sein Wirkraum mit seiner Pensionierung (hoffentlich) noch lange nicht aufhören.
Themen sind:
- Standorte
- Boden
- Waldbau
- Pflanzensoziologische Besonderheiten
Die Exkursion dauert von 10:00 bis ca. 17:00. Den Treffpunkt werden wir zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgeben.
Demnächst wird hier die Anmeldung für die Exkursion freigegeben.
Alfred Rupf erhält baden-württembergischen Staatspreis Wald
Der langjährige Vorsitzende des VFS, Alfred Rupf, erhielt am Sonntag, 21.09.25 von Forstminister Hauk den neu ins Leben gerufenen Staatspreis Wald. Der Staatspreis Wald ehrt Personen, Institutionen, Verbände oder Forschungseinrichtungen, die sich in besonderer Weise für den Wald engagiert haben.
Alfred Rupf hat den VFS mit seiner zurückhaltenden und humorvollen Art, die immer auch eine natürliche Autorität ausgestrahlt hat, durch bewegte Zeiten geleitet. Der VFS würde ohne ihn nicht dort stehen, wo er heute angekommen ist. Dafür ist der VFS Alfred Rupf außerordentlich dankbar und freut sich mit ihm über die Auszeichnung.
Auch die Gründung und die ersten Jahre des Landeswaldverbandes begleitete Alfred Rupf mit großer Beharrlichkeit und politischem Geschick. Seine jahrzehntelange Leitung der Hofkammer des Hauses Württemberg und seine Wurzeln in der baden-württembergischen Forstverwaltung ermöglichten es ihm, sich gut mit der privaten, öffentlichen und politischen Forstwelt zu vernetzen und ausgleichend zu wirken.
Forstwissenschaftliche Tagung Freiburg 2025
Standortskartierung und Standortsveränderungen: Zukunft und Anpassungsbedarf der Standortskundlichen Verfahren

Workshop im Rahmen der Forstwissenschaftlichen Tagung
29.09.2025 14:00 – 17:00
Uni Freiburg, Raum 1108 Kollegiengebäude I (Achtung, neuer Veranstaltungsraum!)
Die Standortskunde hat sich seit jeher dem Ziel verschrieben, die komplexen Umweltbedingungen zu erfassen, die die Funktionsweise von Waldökosystemen bestimmen. In einer Zeit, in der sich einige dieser Umweltbedingungen beschleunigt verändern, sind belastbare und praxisorientierte standortskundliche Aussagen für ein adaptives Waldlebensraummanagement gefragter denn je. Dabei gerät der der Anspruch, alle relevanten Faktoren in ihrer Gesamtheit zu erfassen und dynamisch auf aktuellem Stand zu halten oder sogar in eine (ungewisse) Zukunft zu projizieren, zunehmend unter Druck.
In den letzten Jahrzehnten haben sich die länderspezifischen Verfahren zur Standortskartierung weiterentwickelt. Sie stellen dabei einen pragmatischen Kompromiss dar, der die jeweiligen regionalen Bedingungen sowie die ökologischen und wissenschaftlichen Ansprüche einerseits und die wirtschaftliche Realisierbarkeit andererseits vereint.
Die Standortskartierung arbeitet daher in vielen Bereichen mit Indikatoren im Sinne einfach mess- oder ableitbarer Eigenschaften. Diese Indikatoren basieren in vielen Fällen auf über die Jahrzehnte hinweg gesammeltes Erfahrungswissen. Doch gerade die klimawandelbedingte Veränderung von Umweltfaktoren und deren wirksame Folgen auf das Wachstum und die Existenz von Waldlebens-räumen werfen Fragen auf:
- Sind die aktuell verwendeten Indikatoren noch geeignet? Bedarf es neuer Indikatoren?
- Welche ökologischen Rückschlüsse können wir unter den veränderten Bedingungen noch zuverlässig aus den Standortskundedaten ziehen?
- Wie müssen wir unsere Methoden anpassen, um verlässliche Aussagen für das zukünftige Waldmanagement zu liefern?
Daher laden wir Sie ein, gemeinsam mit uns in diesem Experten-Workshop auf der Forstwissenschaftlichen Tagung 2025 in Freiburg die offenen Fragen der Standortskunde zu diskutieren und Lösungen zu entwickeln.
Wir möchten den Dialog zwischen Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis intensivieren und gemeinsam erarbeiten, wie die Standortskartierung den aktuellen Herausforderungen gerecht werden kann. Welche neuen Forschungsfragen ergeben sich? Welche Anpassungen bei Verfahren und Produkten sind notwendig, und welche innovativen Ansätze könnten wir entwickeln, um die Standortskunde zukunftsfähig zu machen?
Seien Sie Teil dieses zukunftsweisenden Austauschs und gestalten Sie die Weiterentwicklung der Standortskunde aktiv mit. Wir freuen uns auf Ihr Kommen, Ihre Expertise und Ihre Ideen!
Große Österreich-Exkursion Mi 08.10 – Sa 11.10.25
Der Osten Österreichs hat ein kontinental/pannonisch geprägtes Klima. Es ist sowohl im Sommer als auch im Winter trocken – im Sommer zusätzlich oft auch sehr heiß.
Dies entspricht dem Charakter von Klimaprojektionen, die auch für große Teile Baden-Württembergs gelten können.
Wie hat sich Vegetation auf dieses Klima eingestellt? Was ist waldbaulich möglich? Wo liegen Grenzen?
Wie wird der Wandel gestaltbar?
Gemeinsam mit Prof. Dr. Eduard Hochbichler, BOKU Wien, und unter der Begleitung von Dr. Alexander Abt, Leiter GB 42 (Waldbau, Waldschutz, Jagd) ForstBW, beschäftigen wir uns – einem Klimagradienten folgend – mit der Eichenwirtschaft in Österreich und vor allem mit der Jahrhunderte alten Tradition der Nieder- und Mittelwaldwirtschaft.
Die Zerreiche war bei unserer Vorexkursion im Herbst 2023 eine Entdeckung.
Daneben haben wir weitere Programmpunkte im Angebot: Kulturell sind dies Besichtigungen des Klosters Melk und des Schlosses Esterházy und kulinarisch dürfen Sie sich auf das Weinwirtshaus Wlaschits freuen, in dem wir zwei Nächte übernachten werden.
Nachdem wir die Exkursion im Jahr 2024 wegen vieler Konkurrenztermine leider absagen mussten, wagen wir dieses Jahr einen neuen Anlauf und freuen uns auf intensive Tage.
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Mi 8.10. |
Fahrt mit dem Bus nach Linz; abends Kennenlernen; |
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Do 9.10. |
vormittags: Bauernwald Spaller; Eichenbestand im Weitverband |
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9.10. |
mittags: ÖBF (Eichen; Nesterpflanzung) |
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Fr 10.10. |
nachmittags: Kloster Melk, anschließend Fahrt nach Klingenbach; Übernachtung |
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10.10. |
vormittags Urbarialwald Zagersdorf/Fasanengarten (Niederwald, Überführung in Mittelwald) |
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10.10. |
nachmittags: Kulturprogramm; Übernachtung in Klingenbach |
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Sa 11.10. |
vormittags: Fahrt zum Trauner Wald; Exkursions-Parcours (Mittelwald) |
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11.10. |
nachmittags: Rückfahrt nach Stuttgart/Freiburg |
Die Teilnehmer_innen-Zahl ist auf 30 Personen beschränkt. Die Kostenkalkulation geht aktuell von einem Preis für Fahrt, Unterkunft, Eintritt und Vollverpflegung von rund 600 Euro zzgl. 42 Euro EZ-Zuschlag aus.
Hier geht’s zur Anmeldung.