Aktuelles

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15.05.2026

Standortskartierer_in gesucht

Der Verein für Forstliche Standortskunde und
Forstpflanzenzüchtung e.V. (VFS) sucht ab 01.07.2026 eine

Fachkraft für die
waldökologische Standortskartierung
in Baden-Württemberg

Ihr Profil (m/w/s):

  • ein abgeschlossenes Studium im Bereich der Forst­wissenschaft (Master/Bachelor) oder eine ähnliche Qualifikation
  • fundierte Kenntnisse in der Vegetations- und Bodenkunde
  • Interesse an waldökologischen Fragestellungen sowie ein gutes Verständnis für waldökologische Zusammenhänge
  • gute Fähigkeiten im selbständigen Verfassen von Berichten und Gutachten
  • Kenntnisse der verschiedenen Naturräume Baden-Württembergs (von Vorteil)
  • Kenntnisse im waldbaulichen Verfahren (wünschenswert)
  • eine eigenverantwortliche und strukturierte Arbeitsweise
  • Bereitschaft zu flexiblen Einsatzorten
  • Führerschein der Klasse B

Wir bieten Ihnen:

  • eine anspruchsvolle und abwechslungsreiche Tätigkeit mit hoher Eigenverantwortung und Gestaltungsspielraum
  • eine Tätigkeit mit deutlichem Schwerpunkt auf praktischer Geländearbeit
  • ein spannendes Arbeitsumfeld im Bereich Waldökologie und Standortskunde

Das erste Einsatzgebiet wird die Mittlere Schwäbische Alb sein oder Gebiete um Wüstenrot.

Die Stelle ist zunächst auf 2 Jahre befristet. Die Vergütung erfolgt leistungsgerecht in Anlehnung an den TV-L Baden-Württemberg. Eine langfristige Zusammenarbeit mit Aussicht auf ein unbefristetes Arbeitsverhältnis ist vorgesehen.

Bitte richten Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung bis zum 12.06.2026 per E-Mail an den VFS.

Verein für Forstliche Standortskunde und Forstpflanzenzüchtung e.V.
Heinrich-von-Stephan-Straße 5c
79100 Freiburg
info@vfs-freiburg.de

Der VFS hat seit seiner Gründung im Jahr 1951 umfassende Kompe­tenzen insbesondere im Bereich der standortskundlichen Verhält­nisse Baden-Württembergs und seiner vielfältigen Naturräume aufgebaut. Aktuell führt er die Standortskartierung nach dem Süd­westdeutschen Standortskundlichen Verfahren flächendeckend in Baden-Württemberg durch.

Dabei handelt es sich um ein kombiniertes Kartierungsverfahren, das naturräumliche Gegebenheiten wie Geologie und Klima ebenso berücksichtigt wie bodenkundliche, geomorphologische, vegeta­tionskundliche, waldwachstumskundliche und forstgeschichtliche Aspekte. Die relevanten Parameter werden GPS-gestützt mit digita­len Erfassungsgeräten direkt im Wald aufgenommen.

Auf dieser Grundlage erfolgt für jedes Kartierobjekt eine umfassen­de Beschreibung der naturräumlichen und waldökologischen Eigen­schaften sowie der ausgewiesenen Standortseinheiten. Im Mittel­punkt steht dabei die ökologische und ökonomische Bewertung der verschiedenen Baumarten im Hinblick auf die jeweilige Standorts­einheit.

24.09.2025

Alfred Rupf erhält baden-württembergischen Staatspreis Wald

Der langjährige Vorsitzende des VFS, Alfred Rupf, erhielt am Sonntag, 21.09.25 von Forstminister Hauk den neu ins Leben gerufenen Staatspreis Wald. Der Staatspreis Wald ehrt Personen, Institutionen, Verbände oder Forschungseinrichtungen, die sich in besonderer Weise für den Wald engagiert haben.

Alfred Rupf hat den VFS mit seiner zurückhaltenden und humorvollen Art, die immer auch eine natürliche Autorität ausgestrahlt hat, durch bewegte Zeiten geleitet. Der VFS würde ohne ihn nicht dort stehen, wo er heute angekommen ist. Dafür ist der VFS Alfred Rupf außerordentlich dankbar und freut sich mit ihm über die Auszeichnung. 

Auch die Gründung und die ersten Jahre des Landeswaldverbandes begleitete Alfred Rupf mit großer Beharrlichkeit und politischem Geschick. Seine jahrzehntelange Leitung der Hofkammer des Hauses Württemberg und seine Wurzeln in der baden-württembergischen Forstverwaltung ermöglichten es ihm, sich gut mit der privaten, öffentlichen und politischen Forstwelt zu vernetzen und ausgleichend zu wirken. 

Alfred Rupf erhält den Staatspreis Wald von Forstminister Peter Hauk
01.08.2025

Forstwissenschaftliche Tagung Freiburg 2025

Standortskartierung und Standortsveränderungen: Zukunft und Anpassungsbedarf der Standortskundlichen Verfahren

Workshop im Rahmen der Forstwissenschaftlichen Tagung

29.09.2025 14:00 – 17:00

Uni Freiburg, Raum 1108 Kollegiengebäude I (Achtung, neuer Veranstaltungsraum!)

Die Standortskunde hat sich seit jeher dem Ziel verschrieben, die komplexen Umweltbedingungen zu erfassen, die die Funktionsweise von Waldökosystemen bestimmen. In einer Zeit, in der sich einige dieser Umweltbedingungen beschleunigt verändern, sind belastbare und praxisorientierte standortskundliche Aussagen für ein adaptives Waldlebensraummanagement gefragter denn je. Dabei gerät der der Anspruch, alle relevanten Faktoren in ihrer Gesamtheit zu erfassen und dynamisch auf aktuellem Stand zu halten oder sogar in eine (ungewisse) Zukunft zu projizieren, zunehmend unter Druck.

In den letzten Jahrzehnten haben sich die länderspezifischen Verfahren zur Standortskartierung weiterentwickelt. Sie stellen dabei einen pragmatischen Kompromiss dar, der die jeweiligen regionalen Bedingungen sowie die ökologischen und wissenschaftlichen Ansprüche einerseits und die wirtschaftliche Realisierbarkeit andererseits vereint.

Die Standortskartierung arbeitet daher in vielen Bereichen mit Indikatoren im Sinne einfach mess- oder ableitbarer Eigenschaften. Diese Indikatoren basieren in vielen Fällen auf über die Jahrzehnte hinweg gesammeltes Erfahrungswissen. Doch gerade die klimawandelbedingte Veränderung von Umweltfaktoren und deren wirksame Folgen auf das Wachstum und die Existenz von Waldlebens-räumen werfen Fragen auf:

  • Sind die aktuell verwendeten Indikatoren noch geeignet? Bedarf es neuer Indikatoren?
  • Welche ökologischen Rückschlüsse können wir unter den veränderten Bedingungen noch zuverlässig aus den Standortskundedaten ziehen?
  • Wie müssen wir unsere Methoden anpassen, um verlässliche Aussagen für das zukünftige Waldmanagement zu liefern?

Daher laden wir Sie ein, gemeinsam mit uns in diesem Experten-Workshop auf der Forstwissenschaftlichen Tagung 2025 in Freiburg die offenen Fragen der Standortskunde zu diskutieren und Lösungen zu entwickeln.
Wir möchten den Dialog zwischen Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis intensivieren und gemeinsam erarbeiten, wie die Standortskartierung den aktuellen Herausforderungen gerecht werden kann. Welche neuen Forschungsfragen ergeben sich? Welche Anpassungen bei Verfahren und Produkten sind notwendig, und welche innovativen Ansätze könnten wir entwickeln, um die Standortskunde zukunftsfähig zu machen?
Seien Sie Teil dieses zukunftsweisenden Austauschs und gestalten Sie die Weiterentwicklung der Standortskunde aktiv mit. Wir freuen uns auf Ihr Kommen, Ihre Expertise und Ihre Ideen!


08.04.2024

Große Österreich-Exkursion Mi 08.10 – Sa 11.10.25

Der Osten Österreichs hat ein kontinental/pannonisch geprägtes Klima. Es ist sowohl im Sommer als auch im Winter trocken – im Sommer zusätzlich oft auch sehr heiß.
Dies entspricht dem Charakter von Klimaprojektionen, die auch für große Teile Baden-Württembergs gelten können.
Wie hat sich Vegetation auf dieses Klima eingestellt? Was ist waldbaulich möglich? Wo liegen Grenzen?
Wie wird der Wandel gestaltbar?

Gemeinsam mit Prof. Dr. Eduard Hochbichler, BOKU Wien, und unter der Begleitung von Dr. Alexander Abt, Leiter GB 42 (Waldbau, Waldschutz, Jagd) ForstBW, beschäftigen wir uns – einem Klimagradienten folgend – mit der Eichenwirtschaft in Österreich und vor allem mit der Jahrhunderte alten Tradition der Nieder- und Mittelwaldwirtschaft.
Die Zerreiche war bei unserer Vorexkursion im Herbst 2023 eine Entdeckung.

Daneben haben wir weitere Programmpunkte im Angebot: Kulturell sind dies Besichtigungen des Klosters Melk und des Schlosses Esterházy und kulinarisch dürfen Sie sich auf das Weinwirtshaus Wlaschits freuen, in dem wir zwei Nächte übernachten werden.

Nachdem wir die Exkursion im Jahr 2024 wegen vieler Konkurrenztermine leider absagen mussten, wagen wir dieses Jahr einen neuen Anlauf und freuen uns auf intensive Tage.

Mi 8.10.

Fahrt mit dem Bus nach Linz; abends Kennenlernen; 
Vortrag: Einführung in die Forstwirtschaft Österreichs
Übernachtung

Do 9.10.

vormittags: Bauernwald Spaller; Eichenbestand im Weitverband

9.10.

mittags: ÖBF (Eichen; Nesterpflanzung)

Fr 10.10.

nachmittags: Kloster Melk, anschließend Fahrt nach Klingenbach; Übernachtung

10.10.

vormittags Urbarialwald Zagersdorf/Fasanengarten (Niederwald, Überführung in Mittelwald)

10.10.

nachmittags: Kulturprogramm; Übernachtung in Klingenbach

Sa 11.10.

vormittags: Fahrt zum Trauner Wald; Exkursions-Parcours (Mittelwald)

11.10.

nachmittags: Rückfahrt nach Stuttgart/Freiburg

Die Teilnehmer_innen-Zahl ist auf 30 Personen beschränkt. Die Kostenkalkulation geht aktuell von einem Preis für Fahrt, Unterkunft, Eintritt und Vollverpflegung von rund 600 Euro zzgl. 42 Euro EZ-Zuschlag aus. 

Hier geht’s zur Anmeldung.