 | 6816-341 |
| Name | Rheinniederung von Karlsruhe bis Philippsburg |
| Höhe | 94 bis 112 über NN |
| mittl. Höhe | 101,0 über NN |
| Größe | 4.631 ha |
| Waldfläche | 1.891 |
| Naturräume | Nördliche Oberrheinniederung,Hardtebenen |
| Regionale Gliederung der Standortskartierung Baden-Württembergs | EWB 1/01 Rheinaue zwischen Mannheim und Rastatt |
| Projektzeitraum | 14.08.2006 bis 31.05.2008 |
| Zusammenstellen der Ausgangsbedingungen: | 31.10.2006 |
| Ermitteln der Planungsgrundlagen (Geländearbeiten) | 31.08.2007 |
| Konzept der Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen | 28.02.2008 |
| Endgültige Planfassung „Fachbeitrag Wald“ | 31.05.2008 |
| Landkreise | Karlsruhe |
| Gebietsbeschreibung | Das Gebiet liegt in der Mäanderzone der holozänen Rheinniederung. In den letzten 200 Jahren erfolgten umfangreiche Veränderungen in der Auenlandschaft. Im Rahmen der Rheinkorrektion gingen Überflutungsflächen verloren. Rheinschlingen wurden vom Hauptstrom abgeschnitten. Die Ausdeichungen veränderten die land- und forstwirtschaftlichen Nutzungsbedingungen grundlegend. Heute sind die Lebensraumtypen und Arten der Aue, die auf ein natürliches Überflutungsregime des Rheins angewiesen sind, sehr selten. Naturschutzfachlich von besonderer Bedeutung sind die naturnahen Weich- und Hartholzauewälder, die Altwasser mit Tauchblatt-, Schwimmblatt- und Verlandungszonen. Sehr wertvolles Extensivgrünland mit Pfeifengraswiesen und Niedermooren kommen nur noch lokal vor. Sowohl in den rezenten als auch den ausgedeichten Auebereichen gibt es bedeutende Vorkommen von Stromtal- und Wasserpflanzen wie Kanten-Lauch (Allium angulosum) und Wassernuss (Trapa natans). Die zahlreichen wertvollen Lebensräume beherbergen eine Vielzahl an seltenen Tierarten. |
| Kurzcharakteristik: | Mäanderzone der holozänen Rheinniederung: rezente und ausgedeichte Aue mit Auen- und Feuchtwäldern, Wasservegetation und Hochstaudenfluren in Altarmen und Baggerseen. Extensivgrünland auf Dämmen. Altaue mit Feucht-wäldern und Grünland auf Niedermoortorf. |
| Schutzwürdigkeit: | Naturnahe u. regenerierbare Auen-und Feuchtwälder, bedeut. Vorkommen von Stromtalarten u. Wasserpflanzen (Trapa natans, Salvinia natans) u. seltenen Typen des Extensivgrünlands. Von sehr hoher Bedeutung für gefährdete Fisch- und Vogelarten. |
| kulturhistorische Bedeutung: | Zahlreiche Bauwerke zur Urbarmachung einer Auenlandschaft (Damm- und Grabensysteme, Schleusen). |
| geowissensch. Bedeutung: | Großflächige Reste eines Auenreliefs: Mäanderbögen, ehem. Rheinläufe mit Niedermoorbildung, Uferwälle, Schluten, Altarme, Kiesrücken unterschiedlich alter Rheinsysteme. |
| PEPL Zuständigkeit | RP Karlsruhe |
| Waldarten | Bechsteinfledermaus, Grünes Besenmoos, Hirschkäfer |
| teilw. Im Wald vorkommende Arten | Gelbbauchunke, Spanische Flagge |
| Waldlebensraumtypen | Waldmeister-Buchenwald (<1 ha), Subatlantischer oder mitteleuropäischer Stieleichenwald oder Hainbuchenwald (75 ha), Auenwälder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, -Alnion incanae, Salicion albae) (209 ha), Hartholzauenwälder mit Quercus robur, Ulmus laevis, Ulmus minor, Fraxinus excelsior oder Fraxinus angustifolia (20 ha) |