Der Standortswald wird für alle Standortseinheiten hinsichtlich der konkurrenzkräftigsten Baumarten nach Haupt-, Neben- und Pionierbaumarten definiert.
Der Nutzer kann damit die sukzessionale Entwicklung, die Betriebssicherheit und die Massenleistung sowohl in Beständen als auch auf Sturmwurfflächen für waldbauliche, forsteinrichtungsrelevante und teilweise für naturschutzfachliche Fragestellungen ausreichend genau prognostizieren.
Auch nicht standortsheimische Baumarten werden hinsichtlich ihrer Eignung mit den Baumarten des Standortswaldes verglichen und können bei hoher Konkurrenzkraft, guter Standortspfleglichkeit und hoher Betriebssicherheit bei guter Leistung auch in der Baumarteneignung positiv bewertet werden.
Um die Verständigung mit Menschen zu erleichtern, die keine forstlichen standortskundlichen Kenntnisse besitzen, ist zusätzlich bei jeder Standortseinheit der pflanzensoziologische Name der potentiellen natürlichen Waldgesellschaft nach OBERDORFER (1992) angegeben.
In weiten Teilen Baden-Württembergs sind die Standortswälder für die Hauptbaumarten näherungsweise beschrieben. Die vollständige Beschreibung erfolgt im Zuge der weiteren laufenden Standortskartierungen.